Pilotprojekt 
Seegarten



Pilotprojekt 
Seegarten






Feldmeilen | 21. Aug – 18. Nov 2021 | Status: abgeschlossen




Feldmeilen
Aug – Nov 2021
Status: abgeschlossen


Ausgangslage

Der Seegarten in Feldmeilen ist eine moderne, hochwertige Überbauung in Feldmeilen und verfügt strassenseitig über vier private Besucherparkplätze.

Auf der gegenüberliegenden Strassenseite befindet sich das Zentrum Feldmeilen mit einem Supermarkt, einem Cafe und einer Apotheke. Das Zentrum verfügt über eine Tiefgarage. Inmitten des Seegartens befindet sich ein Gebäude, das Ärzte, Architekten und Berater beherbergt und für weiteren Publikumsverkehr sorgt, ohne das ein Anspruch auf die Nutzung der vier privaten Besucherparkplätze herrscht. Auch dieses Gebäude verfügt über Tiefgaragenstellplätze.

Obwohl in den Tiefgaragen ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen, sind die vier privaten Besucherparkplätze des Seegartens zu Stosszeiten (morgens, mittags und abends) ständig belegt, jedoch nicht durch Besucher des Seegartens, sondern durch unwissende oder ignorante Falschparker. 

Ziele

Zusammen mit den Eigentümern und Mietern des Seegartens in Feldmeilen mit seinen 22 Wohneinheiten und zwei Gewerbelokalen, ihren Besuchern und der Immobilienverwaltung IT3 waren die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Wie kommen Parkplatz-Eigentümer und Mieter mit der beppo-App zurecht?
  • Melden sich Besucher problemlos per Parkzonen-QR-Code an?
  • Wie konsequent, wann und wie häufig werden Falschparker erfasst?
  • Wie reagieren die verwarnten Falschparker?
  • Wie viele Falschparker  zahlen die Umtriebsentschädigung?
  • Wie viele Einsprachen gibt es?

Teilnahme

Alle Eigentümer und Mieter sowie deren Besucher waren zur Teilnahme am Pilotprojekt Seegarten Feldmeilen eingeladen.

Von den ca. 50 Bewohnern des Seegartens in Feldmeilen nahmen 5 Bewohner (10%) aktiv am Pilotprojekt teil. 

Aktivitäten & Ergebnisse

An den beiden Briefkastenanlagen wurden Aufkleber mit dem QR-Code der Parkzone angebracht. Diese erlaubten es Besuchern, sich in der Parkzone anzumelden. Hiervon wurde jedoch kaum Gebrauch gemacht. Stattdessen wurden weiterhin die klassischen Besucher-Parkplaketten genutzt, was jedoch für die Identifikation von Besuchern und Falschparkern ausreichen war.

In den ersten 5 Wochen des Pilotprojekts (Vorbereitungsphase) wurden grundlegende, interne Prozesse getestet und optimiert. Die Funktionalität zur Verwarnung von Falschparkern (gekoppelt mit der Einforderung einer Umtriebsentschädigung) wurde zum 1. Oktober freigeschaltet. Um die Verwarnung von Falschparkern durch die Pilotprojektteilnehmer zu ermöglichen, wurden im Innenbereich der beiden Hauseingänge kleine, transparente Strafzettelboxen befestigt, in denen zu jeder Zeit Strafzettel zur Verfügung standen.

In den 6 Wochen der Hauptphase des Pilotprojekts wurden insgesamt 42 Falschparkerverwarnungen ausgesprochen, wovon 8 ordnungsgemäss storniert wurden. Dies entspricht durchschnittlich einer Verwarnung pro Werktag. Aufgrund früherer Studien ist bekannt, dass werktags zwischen 20 und 30 Falschparker die Besucherparkplätze des Seegartens unrechtmässig nutzen. Im Rahmen dieses Pilotprojekts wurde somit eine theoretische Verwarnungsquote von ca. 1/25 bzw. 4% erreicht.

Da Falschparkern eine Zahlungsfrist von 30 Tagen eingeräumt wird, sind 13 der 34  Verwarnungen noch nicht fällig. Von den übrigen 21 (fälligen) Verwarnungen wurden 7 (33%) fristgerecht bezahlt. Eine Entscheidung, wie mit den 14 (67%) überfälligen Verwarnungen im Pilotprojekt umgegangen werden soll, steht z.Zt. noch aus. Das übliche Vorgehen in diesem Fall wäre, die säumigen Fahrzeughalter zu verzeigen.

Erkenntnisse

Zu den Projektzielen bzw. den entsprechenden Fragen:

  • Wie kamen Parkplatz-Eigentümer und Mieter mit der beppo-App zurecht?
  • Die 10% der Bewohner, die am Pilotprojekt teilgenommen haben, kamen sehr gut mit der beppo-App zurecht. Auch aus den inzwischen mehr als 20 kommerziellen beppo-Parkzonen in den Kantonen Zürich, Luzern und Schwyz erhalten wir vorwiegend positive Kommentare.
  • Meldeten sich Besucher problemlos per Parkzonen-QR-Code an?
  • Im Pilotprojekt nutzten die meisten Besucher noch die Parkplakette. Die wenigen beppo-App-nutzenden Besucher kamen gut mit der beppo-App zurecht. Wie mit vielen anderen Neuerung ist auch die Nutzung einer App zur Besucheranmeldung eine Frage der Zeit und Gewohnheit.
  • Wie konsequent, wann und wie häufig wurden Falschparker erfasst?
  • In den 6 Wochen des Pilotprojekts wurden ca. 4% der Falschparker ordnungsgemäss verwarnt, was hochgerechnet ca. 300 Verwarnungen pro Jahr entspricht. Hätte die Hälfte aller Bewohner (also 5 mal mehr als im Pilotprojekt) aktiv an der Besucherparkplatzorganisation teilgenommen, läge die Verwarnungsquote vermutlich bei ca. 20%, was ca. 1’500 verwarnten Falschparkern pro Jahr entspricht.
  • Wie reagierten die verwarnten Falschparker?
  • Die meisten Falschparker nehmen die Verwarnung ernst und wiederholen ihr Vergehen nicht. Nur ein Falschpaker wurde mehrfach verwarnt.
  • Wie viele zahlten die Umtriebsentschädigung?
  • Im Piloten zahlten 33% der Falschparker die Umtriebsentschädigung sofort. Aus dem Regelbetrieb ist bekannt, dass weitere 33% dies nach einer Zahlungserinnerung oder einer abgewiesenen Beschwerde tun.
  • Wie viele Einsprachen gab es?
  • Es gab insgesamt 9 Einsprachen (entspricht 21% aller Verwarnungen), wovon 5 gerechtfertigt waren und eine Stornierung der Verwarnung zur Folge hatten.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Pilotprojekt erfolgreich war und wichtige Erkenntnisse geliefert hat, die bei einem Regelbetrieb berücksichtigt und beachtet werden sollten.

Nächste Schritte

Die nächsten Schritte werden in der Woche vom 22. November mit der Verwaltung besprochen und vereinbart.

Impressionen

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